Hey hey hey,
Zur Zeit befinde ich mich in Canberra, der Hauptstadt Australiens. Jetzt werde ich euch aber erst mal von meinem zweiwöchigen Aufenthalt in Goulburn berichten.
Nur zur Information: einige der Textstellen habe ich noch in Goulburn geschrieben und andere bereits in Canberra 😄
Wombat Creek. So heißt die kleine Farm auf welcher wir durch unser WWOOFing Buch gelandet sind. Seit fast zwei Wochen arbeiten wir hier nun schon ca. 5 Stunden am Tag gegen Kost und Logis. Wir wohnen in unserem eigenen kleinen Cottage, in welchem die Familie vorher gewohnt hat. Damit haben wir also sogar unsere eigene Küche, ein eigenes Bad und einen Wärme spendenden Kamin.

Unsere Arbeit setzt sich hier meistens aus ganz verschiedenen Dingen zusammen. So mussten wir beispielsweise schon die Veranda säubern, ganz viel Unkraut zupfen, den Garten auf Vordermann bringen, den Hühnerstall sauber machen, die Küche putzen, bügeln, die Straße fegen und so weiter.
Da wir aber nicht den ganzen Tag arbeiten, haben wir auch viel Zeit für uns selber. So hat uns Christine, unsere Hostmum, schon des Öfteren mit nach Goulburn genommen. Eine Kleinstadt, welche ungefähr so groß ist wie Ribnitz. Dort haben wir dann die Einkaufspassagen unsicher gemacht oder das jährliche Stadtfest unter die Lupe genommen.
Aber wir haben natürlich auch schon das ein oder andere Spannende erlebt. So haben wir super viel Glück, dass unser Hostdad Urs (Schweizer) bei einem morgendlichen Spaziergang, zu welcher Zeit wir gerade den Windschutz kleiner junger Bäume richteten, ein Baby Känguru gefunden hat, welches offensichtlich seine Mutter verlorenen hatte. Dieses wird nun von der Familie großgezogen. Dreimal täglich wird es gefüttert und sonst hängt es eigentlich die meiste Zeit in seinem Beutel und schläft.

Ein weiteres kleines Abenteuer erlebten wir als wir gestern (6 Oktober) mit den beiden Hunden, Heidi und Moritz, einen kleinen Spaziergang zu dem neu erworbenen Grundstück der Familie machten. Nach einem idyllischen Walk dorthin und einer kleinen Verschnaufpause hörten wir die Hunde aus weiter Ferne aufgeregt, nahezu hysterisch, bellen. Ich rief sie mehrmals, woraufhin sie normalerweise immer auftauchen. Nicht so dieses Mal. Also folgten wir dem bellen und plötzlich standen wir vor einem Wasserloch in welchem ein riesiges Känguru stand, welches von unseren Hunden angebellt wurde. Eingeschüchtert von den Geschichten, welche Kraft ein solches Känguru hat und auch von der Situation an sich, versuchten wir verzweifelt die Hunde zu uns zu rufen. Moritz hörte auch auf uns und setzte sich ruhig zu uns. Heidi dagegen provozierte das Känguru weiterhin mit ihrem aggressiven Bellen. Als wir es langsam mit der Angst bekamen, riefen wir über Funk unsere Gastfamilie. Christine und David kamen dann glückerlicherweise auch recht schnell mit Hundeleinen an und konnten die brenzlige Situation so lösen. Christine erzählte uns im nachhinein noch, dass Kängurus sich ins Wasser flüchten damit sie ihren Gegner ertränken können 😧
Die letzten Tage haben wir dann noch die wohl schiefste Hundehütte aller Zeiten gebaut, Susis Schweinegehege auf Vordermann gebracht, leckere Barbecues gehabt (wobei die australische Wurst definitiv nicht an unsere deutsche heran kommt 😄) und gelernt wie man Stir Fry kocht.
Nach einer herzlichen Verabschiedung ging es dann am Dienstag mit dem Bus nach Canberra. Demnächst werde ich euch dann also von meiner Sightseeingtour durch die Hauptstadt Australiens berichten.
Bis dahin viel Spaß beim ansehen der Bilder 😊
Bis demnächst!
Eure Suse ❤️












